Von der Schönheit und der Härte des einfachen Lebens, von der Gnade der Freundschaft und dem Moment des Verlusts.
Der alte Max hat alle Zeit. Draußen vor dem Fenster legt sich der Schnee wie eine Decke über das Dorf. Da dringt das Läuten des Totenglöckchens durch die Stille. Es schlägt für den Schorsch, der viel mehr war als nur ein Freund, ein Leben lang. So macht sich Max am Abend auf zur Totenwacht, wo die Alten zusammenkommen, um des Verstorbenen zu gedenken und sich zu erinnern. Eine ganze Nacht erzählen sie von den Freuden bei der Ernte, von Abenden in der Wirtsstube, vom kleinen Glück. Und vom Schorsch. Aber auch von der Enge im Dorf und dem eisigen Schweigen. Erst im Morgengrauen kehrt der Max heim. Im Licht des neuen Tages ist ihm klar: Nichts davon wird wiederkommen. Nur die Erinnerungen an dieses Leben bleiben, so lange er da ist …
Bei PIPER bestellen | Bei buchhandel.de bestellen
»Tommie Goerz erweist sich auch in seinem neuen Roman als ein Meister im subtilen Aufzeigen von den Wunden auf der Seele der Idylle.«
Goslarsche Zeitung
»Im Schnee‹ (hat) nichts Reaktionäres – das Buch gibt der Trauer seines Protagonisten über die wegbrechende dörfliche Vertrautheit Ausdruck, ohne dass Max sich in Jeremiaden erginge.«
Andreas Platthaus ― Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein psychologisch tiefgehender, menschlich berührender und gerade wegen seiner dichten Atmosphäre, seiner Behutsamkeit im Umgang mit den Figuren und der leisen Erzählweise ein lesenswerter Roman.«
Sigismund von Dobschütz ― Saale Zeitung
»Im Schnee‹ ist eins der zehn besten Bücher des gerade begonnenen Jahres.«
Mike Altwicker ― WDR 4 – Bücher
»Man liest dieses Buch beinahe andächtig, ohne abzusetzen. Dieser makellose, wie mürbe erscheinende Stil hält vermutlich jede Leserin, jeden Leser im Fokus – beeindruckt vom sicheren Strich des routinierten Autors Tommie Goerz, der erst vor zwei Jahren mit ›Im Tal‹ sein Gesellen- und jetzt bereits sein Meisterstück der literarischen Öffentlichkeit präsentiert.«
Jan Drees ― Deutschlandfunk – Büchermarkt
»Ein sehr ruhiger und gleichzeitig intensiver Roman über zwei alte Männer, die eine lebenslange Freundschaft verbindet. Eine dichte Geschichte, die unaufgeregt die großen Themen unserer Zeit verhandelt.«
Petra Hartlieb ― (A) Falter – Besser lesen mit dem Falter
Die berührende Geschichte eines Mannes, der seiner kaltherzigen Kindheit nie ganz entkommt und in die Mühlen der Geschichte gerät.
Der Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns ist schlecht drauf. Coronaausfälle im Büro, Coronawahnsinn in seinem Umfeld die Leute sind krank oder drehen am Rad. Da führt ihn ein Tipp zu einem eigenartigen Platz im Wald. Offensichtlich wurde hier scharf geschossen, unter anderem mit einer Waffe, die, wie sich herausstellt, eine spezielle Geschichte hat: Sie ist die Tatwaffe eines unaufgeklärten Mordes bei Bayreuth.
Die Polizei, dein Freund und Helfer? Nicht für Frenzel. Verkorkste Jugend, Kleinkriminalität, Drogen, schließlich Körperverletzung mit Todesfolge und sieben Jahre Knast. Seitdem haben sie ihn auf dem Schirm. Überall und immer. Frenzel wird kein Freund der Polizei mehr. Er lässt aber auch keine Gelegenheit aus, sich mit ihr anzulegen. Als sich in seinem Umfeld irgendwann Dinge ereignen, über die er anders denkt als die Hüter des Gesetzes, will er es wissen. Denn vier Leichen sind kein Zufall mehr. Er beginnt zu ermitteln – auf eigene Faust und mit ganz eigenen Methoden. Und er kann anders arbeiten als die Polizei. Schneller, direkter und vor allem: jenseits des Gesetzes. So gerät er immer tiefer in den Sumpf der Vergangenheit und bringt Dinge ans Tageslicht, die längst unter der Erde waren.
Tommie Goerz ist vor allem als Schöpfer des beliebten Kommissars Friedo Behütuns bekannt geworden. Aber auch mit seinen regionalen Sachbüchern sowie seinem Roman Meier, der auf der Krimi-Bestenliste stand, hat sich Goerz eine große Leserschaft erschrieben. Mit diesem Band bietet sich die Gelegenheit, den Autor als Meister der kurzen Form zu entdecken, der atmosphärisch und mit viel Gespür für lokale Feinheiten das Abgründige im Alltäglichen aufdeckt. Für Goerz-Fans besonders erfreulich: drei neue, eigens für dieses Buch geschriebene Kurzkrimis.
Walther Appelt und Tommie Goerz zu Besuch in fränkischen Krämerläden. Vor allem in Zeiten von Corona sind die kleinen Lädchen um die Ecke wichtiger denn je. Was es dort an Kuriositäten und regionalen Spezialitäten zu finden gibt, ist ein wahres Wunder. In vielen Orten sind sie zum Glück noch vertreten – die kleinen Läden, »natürliche« Mittelpunkte im Ort, geführt von echten Originalen und in langer Familientradition. Häufig auch mit besonderem Fokus auf regionalen, ökologischen und fair gehandelten Produkten. Autor Tommie Goerz und Fotograf Walther Appelt haben sich auf die Reise durch ganz Franken begeben und kleine Geschäfte besucht, die beispielhaft für eine andere Art des Einkaufens und Verkaufens (und somit des täglichen Miteinanders) stehen. Entstanden ist dabei ein hochwertig ausgestattetes, liebevoll gestaltetes und zahlreich bebildertes Lesebuch, angefüllt mit persönlichen Porträts und humorvollen Anekdoten, in denen der Autor die Kaufleute gerne auch mal selbst zu Wort kommen lässt. Einem bisher viel zu wenig beachteten Zweig der Alltagskultur wird damit ein authentisches und äußerst lebendiges Denkmal gesetzt. Mit kleinen Läden u. a. in Effeltrich, Gräfenberg, Ebersdorf (Großgarnstadt), Suhl (Thüringen), Nürnberg, Fürth, Neustadt/Aisch, Oberickelsheim, Thalmässing (Eysölden), Sailauf (Eichenberg), Sommerhausen, Unsleben, Uetzing, Ahornberg und Engelthal.
Kraftshof, Nürnberg: Als ein Mann abends nach Hause kommt, findet er seinen Sohn erstochen im eigenen Blut liegen. Seine Frau verstirbt kurz darauf ebenfalls an ihren schweren Stichverletzungen. Die Tat ist erst wenige Minuten zuvor geschehen … und an der Garderobe lässt eine Spieluhr ihr Schlaflied erklingen, den Sandmann. Eine Botschaft? Später findet man am Tatort winzige Spuren von Sand … Bei Behütuns’ Suche nach dem Täter tun sich Abgründe in der Familie der Opfer auf. Und immer wieder begleitet den Kommissar das Schlaflied: Wenn es Nacht wird, wenn es Nacht wird, und die Lampe ausgemacht wird, zieht der Sandmann durch die Stadt …
Sie hatten ihm alles genommen. Leben, Arbeit, Wohnung, Freunde, Kollegen, seinen Ruf. Zehn Jahre hatten sie ihm gestohlen. Für nichts.” Ein Jahrzehnt saß Meier unschuldig im Knast, verurteilt für einen Mord, den er nicht begangen hat. Nun kommt er, der alles verloren hat, wieder frei. Doch er ist kein gebrochener Mann, er hat die Zeit gut genutzt. Hat die anderen studiert, hat genau zugehört, was sie getan haben und wie. Und er hat Kontakte geknüpft zur Unterwelt. Das Gefängnis war seine Hochschule für das Leben danach. Er hat einen Plan, wie er nach dem Knast wieder auf die Beine kommt. Und dann, zufällig, trifft er auf den Polizisten, der ihn damals eingelocht hat … Bestsellerautor Tommie Goerz zeigt sich mit einem schonungslosen Krimi von einer ganz neuen Seite.
»Das Wirtshaus ist der Ort der Geschichten, es ist der Kulminationspunkt des örtlichen Lebens«, sagt Tommie Goerz. Wer seine Romane kennt, weiß, dass das Wirtshaus für ihn viel mehr ist als ein Lokal, in das man gelegentlich zum Essen hingeht. Schon seit Jahren sammelt er Geheimtipps, immer darauf bedacht, wirtshäusliche Neuentdeckungen zu machen und Originale zu treffen. Nun hat er sich zusammen mit Fotograf Walther Appelt auf die Reise durch Franken begeben, um 19 ausgewählte Wirtshäuser aufzusuchen und sich die Geschichten der Wirtinnen und Wirte anzuhören, bevor diese – in Zeiten eines großen Strukturwandels – auf immer verloren gehen. Entstanden ist daraus ein reiches Buch voller humorvoller Anekdoten und persönlicher Porträts. Dabei kommen auch ernsthafte Themen wie Personalmangel und Generationenkonflikte zur Sprache. Ein authentischer Blick auf die ländliche Kultur Frankens, ihre kulinarischen Spezialitäten, ihre Wirtsstuben-Mentalität – auf ihre Geschichte, die gegenwärtige Realität und mögliche Perspektiven für die Zukunft. – Mit Porträts und Anekdoten von 19 Wirtshäusern und Wirten aus Ober-, Mittel- und Unterfranken – Positiver Gegenentwurf zum hochaktuellen Thema Wirtshaussterben – Hochwertiges Geschenkbuch mit zahlreichen Fotos in Schwarz-Weiß und Farbe von Walther Appelt.
Am Stammtisch im Toten Hirsch sitzen die Alten, Tag für Tag. Die ganze Welt findet hier statt, die kleine und die große. Man redet. Oder schweigt. Seit Wochen herrscht drückende Hitze, die Zeit steht still – bis ein Gewitter hereinbricht und alles verändert. Zwei Fremde werden im Ort gesichtet und verschwinden auf geheimnisvolle Art. Eine Frau wird aufgefunden, tot und halb entkleidet. Inmitten des Geschehens: der Stammtisch. Kommissar Behütuns setzt sich dazu. Inkognito. Versucht, das Schweigen der Männer zu brechen. – und wird eines Nachts überfallen. Die Lage eskaliert …